Ja wo isser denn?

Posted on März 18, 2013

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Ich weiß ja, dass viele Neu-Blogger den Fehler machen, am Anfang eine riesiege Menge an Beiträgen zu schreiben (oder wie wir Blogger sagen ‚Posts‘), um dann schnell die Lust zu verlieren, so dass der Blog verwaist. Ich hatte eigentlich den Anspruch, maximal einen Beitrag pro Tag zu veröffentlichen und, wenn ich mal mehr als ein berichtenswertes Ereignis an einem Tag er lebe, diese Geschichten wie einen kostbaren Schatz zu hüten, in meinem Herzen zu bewegen und für langweilige Tage ohne eigene Erlebnisse aufzusparen. Aber…

Leider torpediert die Bahn diese eigentlich vernünftige und sicher nachvollziehbare Strategie, indem sie mich mit lustigen Erlebnissen nur so überhäuft. Kennt ihr die Szene in ‚Asterix und Kleopatra‘, in der Numerobix für die Fertigstellung des Palastes mit Gold überhäuft wird und (da er sich vor Kleopatra zu Boden geworfen hat) sein Hintern noch ein Stück rausschaut? Flugs wird eine weitere Amphore Gold über ihm ausgekippt und er ist vollständig unter Goldstücken begraben. Ich werfe mich nicht vor der Bahn zu Boden und  wer mich kennt weiß, dass ich nicht gerade klein bin. Es sollte also ziemlich schwer sein, mich mit lustigen Geschichten derart zu überhäufen, dass ich vollständig bedeckt bin. Physikalisch-Mathematisch Begabte mögen gerne ausrechnen, welches Volumen ein Kegel aus lustigen Geschichten haben muss, um mich vollständig einhüllen zu können. Den anderen wird es reichen, wenn ich behaupte, es sind VIELE, VIELE, SEEEEEHR VIELE Geschichten nötig. Aber die Bahn legt ein erstaunliches, geradezu beängstigendes Tempo an den Tag, diese Menge anzuhäufen. Aber ich schweife schon wieder ab.

Wir kommen also eben mit unserem ICE Sprinter in Hannover an (der Abendsprinter fährt im Gegensatz zum Frühsprinter nach Berlin nicht ohne Stop durch, sondern hält in Hannover) und der Zugbegleiter informiert uns, dass wir jetzt die Fahrtrichtung ändern und dafür ein paar Minuten aufenthalt haben werden. Kurze Zeit später meldet er sich erneut und erklärt, dass aufgrund einer Störung im Betriebsablauf die Weiterfahrt wohl doch erst später erfolgen könne, man wisse noch nicht genau wann. Dann, wieder ein paar Minuten später, erklärt er, es sei doch besser, in den ebenfalls nach Berlin fahrenden ICE umzusteigen, der jetzt (verspätet) in Hannover eintreffe, weil….

Ja, jetzt seid ihr mal wieder dran. Welche Störung im Betriebsablauf kann so absurd sein, dass es sich lohnt, einen derart langen Artikel ohne Pointe darüber zu schreiben? Ratet fleißig. Diesmal lobe ich für den Sieger eine Einladung ins Zugrestaurant eines ICE aus, der ohne Wagen 8 verkehrt… 🙂

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Posted in: Bahnfahren