Mal was anderes…

Posted on März 19, 2013

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Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob ich ein weiters ehernes Gesetz des Bloggens brechen soll. Über Gesetz 1 habe ich mich schon hinweggesetzt: „Du sollst seine Texte nicht alle auf einmal posten!“ Was unmittelbar dazu führt, dass ich die Konsequenzen spüre. Ich habe keine wirklich gute Bahnfahrgeschichte mehr übrig, weil ich heute nicht Bahn gefahren bin. Hätte ich gestern nicht wie blöde eine Pointe nach den anderen rausgehauen, hätte ich jetzt noch was in der Hinterhand. Meine Oma hat damals schon gesagt: ‚Spare bei der Zeit, dann hast du in der Not‘. Oma, du hattest Recht! Wie die Grille, die im Sommer gefiedelt hat, statt Vorräte anzuhäufen, habe ich meine Bahngeschichten rausgeblasen als gäbe es kein Morgen. Und nun stehe ich bei der Ameise vor der Tür und klopfe und klopfe,  aber sie macht noch nicht mal mehr auf. Waren wohl schon zu viele Grillen vor mir am Start… Aber ich schweife ab.

Gesetz 2: Du sollst nicht abschweifen! Wenn man einen Blog ernsthaft betreiben möchte, ist das Wichtigste, thematisch fokussiert zu bleiben. Wer sich verzettelt, bekommt schnell einen Denkzettel.

Nee, nochmal von vorne. Bitte vergesst den letzten Satz, der war unter meinem Niveau. Wobei er sinngemäß natürlich völlig ins Schwarze trifft. Wer einen Vielbahnfahrblog schreibt, soll nicht übers Zuhausebleiben schreiben, weil dann kennt sich ja kein Leser mehr aus. Andererseits: Publish or Perish. Ich schreibe, also werde ich gelesen. Ich schlage euch einen Kompromiss vor. Wer ausschließlich Vielbahnfahrthemen bei mir lesen möchte, lese bei DIESEM Beitrag bitte nicht weiter, hier wird es auch bis zum Schluss nicht ums Bahnfahren gehen. Ehrlich. Bitte vergesst aber nicht, alle anderen bahnrelevanten Beiträge zu lesen, weil sonst würde ich es ja bereuen müssen, Gesetz 2 jetzt gleich zu brechen. Versprecht es mir. Ehrlich.

Ich will also heute früh die Waschmaschine in meiner neuen WG benutzen. Warum ich in einer WG wohne und wo und wie, das erzähle ich nicht ein anderes Mal, weil es nichts mit Bahnfahren zu tun hat, aber da ich esetz 2 ohnehin gerade breche – wer weiß. Vielleicht erzähle ich es doch.

Die Waschmaschine. Sie geht nicht an. Doch, ich weiß, wie man so sin Teil bedient, das mache ich durchaus öfters. Ja, der Wasserzulauf ist offen. Ja, der Stecker steckt in der Steckdose. Die auch Strom liefert. Ich habe ganz sicher die richtigen Drehknöpfe in die richtige Position gedreht und den Knopf, der mit ‚Start‘ betitelt ist, gedrückt. Mehrfach. Nachdrücklich. SEHR nachdrücklich.

Nichts. Die Maschine muckst niccht mal. Ist natürlich auch ein anderes Fabrikat als das zu Hause befindliche Qualitätsprodukt des Hauses Miele (<– falls der Hersteller mich sponsorn möchte, habe ich nichts dagegen!! Halloho!!) Nun, zurück zum Thema. Ich suche nach der Bedienungsanleitung, um zu prüfen, ob ich was falsch gemacht habe. Mein Mitbewohner weilt gerade in Florenz und hat kein Roaming auf seinem Mobiltelefon eingerichtet, deshalb kann ich ihn nicht fragen. Und natürlich finde ich nichts in den zahlreichen Kramschubladen in der Küche. Aber zum Glück lässt sich ja heutzutage jede Bedienungsanleitung für jedes beliebige Gerät im Internet herunterladen. Probiert es mal aus, es funktioniert wirklich erstaunlich gut.

Außer für unser Gerät, versteht sich.

Alle Suchmaschinen, die ich bemühe, liefern eine große Viellzshl von mehr oder weniger verzweifelten Suchanfragen anderer Maschinenbesitzer des gleichen Typs in unterschiedlichen Foren, aber keine Ergebnisse. Toll. Meine Wäsche bleibt also erst mal ungewaschen. zum Glück habe ich noch eine Reserveunterhose gefunden, aber es zeichnet sich ein gewisser Notstand für den Folgetag ab.

Schließlich bringt der Beitrag eines anonymen Schreibers in einem Forum die Wende. ‚Ist dte Tür ordentlich verschlossen?‘ Natürlich ist sie. Um es zu beweisen, öffne ich das Bullauge und knalle es erneut zu.

Die Maschine beginnt zu laufen…

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Posted in: Zuhausebleiben